Der Darm

Sonntag, 28 Oktober 2012

Ein großer Anteil unseres Wohlbefindens steht in direktem Zusammenhang mit der Funktionsfähigkeit unseres Darmes. Der Darm ist sehr empfindlich gegenüber Stress, chemischen Zusatzstoffen, schlechten Essgewohnheiten und kann sehr schnell aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

Die Folge, Darmbeschwerden, Verdauungsstörungen die sich in Verstopfungen, wie auch in Durchfällen äußern können. Der Darm hat nicht nur seine Funktion als ein Hauptbestandteil der Verdauungsorgane, sondern der Darm ist der größte Anteil (ca. 80 %) unserer Immunorgane. Die Gesamtfläche des Darmes beträgt 300 Quadratmeter, theoretisch ist es möglich, dass über diese gesamte Fläche Nährstoffe aufgenommen werden können, unter der Voraussetzung, dass die Darmflora intakt ist.

Bei Studien wurde nachgewiesen, dass bei einem großen Anteil der Bevölkerung die Darmflora nicht mehr intakt ist. Die Ursache liegt in erster Hinsicht am unausgewogenen Ernährungsverhalten in Kombination mit zu viel Stress und Umwelteinflüssen. Eine gesunde Darmflora ist in der Lage, die Ansiedlung von pathogenen Keimen zu verhindern und hemmt auf diese Weise die Entstehung von Infektionen.

Dazu fungiert der menschliche Darm noch als Entgiftungsorgan, das Stoffwechselabfallprodukte, die mit der Gallenflüssigkeit abgegeben werden, ausscheidet. Sollte die Verdauung gestört sein, entsteht das Risiko, dass diese Produkte in den Organismus gelangen können, wo sie in der Lage sind, auf Dauer Schäden anzurichten.

Für die Gesundheit ist ein funktionsfähiger Darm unentbehrlich.

Die intakte Schleimhautoberfläche (Darmmukosa) ist die Grundvoraussetzung für den Schutz vor Darmerkrankungen und Allergien. Ist die Darmmukosa intakt, verhindert sie die übermäßige Konfrontation mit pathogenen Keimen.

Wird die Darmmukosa, bedingt durch eine nicht artgerechte Ernährung, wie auch durch Medikamentengabe (Antibiotika, Kortikoide, Immunsuppressiva) gestört, gerät sie aus dem Gleichgewicht.

Durch eine ausgewogene Ernährung, die aus naturbelassenen Lebensmitteln besteht, ist es möglich, die Darmmukosa entsprechend zu stabilisieren. Darmprobleme wie Verdauungsstörungen trifft man vorwiegend bei der modernen Zivilisation an, Naturvölker bleiben von diesen Symptomen verschont. In der Regel häufen sich die Darmprobleme mit dem Älter werden und dem damit verbundenen stetigen Verzehr von industriell gefertigter Schonkost ohne vollständige Inhaltsstoffe, dafür aber mit Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffen, Aromen und sonstigen körperfremden Organismen.

Im Darm sind über 1000 Bakterien [ca. 100 Billionen ] mit mehr als 500 Spezies angesiedelt und diese Bakterienstämme wollen artgerecht ernährt werden. Diese Vielzahl von Bakterien bilden in der Regel ein stabiles Ökosystem das einwandfrei funktioniert, wenn man die Grundregeln einer gesunden Ernährung berücksichtigt. Im modernen Zeitalter wird der menschliche Organismus immer häufiger mit Umweltgiften sowie beruflichem Stress (Erfolgsdruck), wie auch zum Teil durch unsinnige

Medikamentengabe konfrontiert. Eine intakte Darmflora ist in der Lage, diese Zustände zu ertragen, nicht aber der sensible, mit guten Bakterienstämmen unterbesiedelte, Darm des modernen Manschens.

Um ein gesundes Gleichgewicht der Darmflora herzustellen, ist es sinnvoll, den Darm durch Zufuhr an Probiotischen Keimen (Milchsäurebakterien wie auch Laktobazillen (L. acidophilus, L.Casei sowie Bifidobakterien, (B. bifidum, B.longum), wie auch durch den regelmäßigen Verzehr von ballaststoffreichen Lebensmitteln zu unterstützen.

Die Industrie hat erkannt, dass dieses Problem immer mehr zunimmt und entsprechend reagiert, indem sie pre- und probiotische Joghurte in rauer Menge herstellt und mit entsprechend übertriebenen Werbeslogans damit wirbt. Es wäre schön, wenn es so einfach wäre, dass wir einfach nur einen Joghurt verzehren und die Welt ist wieder in Ordnung. Was man nicht vergessen darf ist, dass diese Joghurte haltbar gemacht werden müssen. Somit ist nachweislich nur noch ein kleiner Anteil der Milchsäurebakterien  wie auch Laktobazillen aktiv. Wer dazu noch weiß, dass nur bis 5 % der Lactobacillus acidophilus und bis 30 % der Bifidusbakterien die unteren Darmabschnitte erreichen, weiß, dass der alleinige Verzehr von einem industriell gefertigten pre- und probiotischen Joghurt nicht im mindesten das erreicht, was in den Werbeaussagen propagiert wird.

Nur durch die Umstellung zu einem gesunden Lebensstil (gesunde, so gut wie möglich naturbelassene, Ernährung, sportliche Aktivität, weniger unsinnige Medikamente, weniger negativer Stress) ist es möglich, diesem Problem Herr zu werden. Dazu gibt es noch einen Hersteller, der die Rohsubstanz für ein gesundes Pre-/Probiotisches Joghurt, das man selbst herstellen darf/kann/muss, liefert, so dass die gesamte Thematik abgerundet ist.

Durch diese Kombination, gesunder Lebensstil was Essen und Bewegung anbetrifft, dazu eine funktionelle Nahrungsergänzung, wie erwähnt, ergibt unter dem Strich einen gesunden Darm, der uns bis ins hohe Alter aktiv mit hoher Lebensqualität gesund alt werden lässt.

Nur ein gesunder Darm ist in der Lage, auch gesunde Lebensmittel zu verwerten.

Gesunde Grüße Andreas Trienbacher

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